Selbstverständnis des Jugendkutterwerk
Im Jugendkutterwerk steht das Miteinander im Mittelpunkt. Segeln ist für uns Teamsport – auf dem Schiff wie an Land. Beim gemeinsamen Segeln wollen wir Hilfsbereitschaft, Toleranz und Gruppengeist leben und weitergeben. Wir lieben Segeln und übernehmen Verantwortung für Mensch, Schiff und maritime Umwelt.
Gewalt, Diskriminierung oder übergriffiges Verhalten haben bei uns keinen Platz. Rassismus, Sexismus, Ableismus (Behindertenfeindlichkeit), Altersdiskriminierung, Antisemitismus und alle anderen Formen von Diskriminierung widersprechen unseren Werten. Wir möchten, dass Menschen bei uns keine Diskriminierungserfahrungen machen und erklären uns solidarisch mit Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind.
Wir wollen einen Raum schaffen, in dem sich alle Menschen sicher, respektiert und wohl fühlen können.
Das bedeutet für uns, achtsam miteinander umzugehen, auf einander zu hören und das Recht jedes Menschen auf ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben zu achten. Wir wollen einen sicheren Lernraum ermöglichen: Wir sehen Fehler als Chance zum Lernen und geben uns wertschätzend Feedback. Unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen verstehen wir als Bereicherung.
Bei uns sind alle willkommen, die sich mit den Werten des Jugendkutterwerks identifizieren. Unabhängig von Hintergrund, Alter, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Religion, Nationalität, körperlicher Erscheinung oder (Nicht-)Behinderung – Vielfalt stärkt uns.
Du bestimmst deinen Namen und dein Pronomen; wir respektieren, wie Menschen angesprochen werden möchten und dass sich Dinge ändern können. Wir möchten unsere Haltung sichtbar leben und so zu einer inklusiven, diversen und offenen Gesellschaft beitragen. Uns ist bewusst, dass Segeln ein Hobby ist, das sich nicht alle leisten können. Wir finden, dass alle Menschen – unabhängig vom Geldbeutel – die Möglichkeit haben sollten, am Segelsport teilzunehmen.
Sailtraining bedeutet für uns gemeinsames Lernen. Alle – von Trainee bis Skippi – lernen miteinander und voneinander. Wir setzen auf Solidarität, Raum für Gefühle und Freundschaft, um entspannt alles lernen zu können, was es zum Segeln braucht. Leistungsdruck, Konkurrenzdenken und Einzelkämpfer*innentum sind für uns kein Weg, ein Schiff zu führen und gemeinsam zu fahren.
Wir nehmen Anmerkungen, Beobachtungen und Bedürfnisse ernst – egal, von wem sie kommen. So bilden wir eine Gemeinschaft, in der Respekt, Verantwortung und Freude am Segeln den Kurs bestimmen.
Die Satzung des Jugendkutterwerk Bremen e.V. sowie die Mitsegelbestimmung bleiben von diesem Selbstverständnis unberührt und gelten bedingungslos.
